Stress im Alltag

Symptome, Faktoren und Folgen

Was ist eigentlich Stress?

Stress ist ein natürlicher Bestandteil unseres Lebens. Es handelt sich dabei um ein Reaktionsmuster, das in Gefahrensituationen unsere Leistungsfähigkeit erhöht, damit wir durch Flucht oder Angriff auf die Bedrohung reagieren können. Hierzu werden unsere Energiereserven abgerufen. Das Herz schlägt schneller, der Blutdruck steigt und die Muskeln spannen sich an.

Das Problem dabei: Das Abrufen dieser Energiereserven erfolgt immer dann, wenn wir unter körperlicher oder psychischer Anspannung stehen. Dies geschieht in unserer schnelllebigen Zeit jedoch immer häufiger. Schlimmer noch ist dabei: In den Situationen, in denen wir heute unter Hochspannung stehen, ist Flucht oder Angriff üblicherweise keine adäquate Reaktion. Dies hat zur Folge, dass die abgerufenen Energiereserven nicht mehr aufgebraucht werden. Ein Mechanismus, der sich über Jahrtausende eingespielt hat, stößt angesichts der in den letzten 100 bis 200 Jahren entstandenen, neuartigen Lebensumstände immer häufiger an seine Grenzen – und mit ihm unser Körper. Darauf reagiert er mit Nervosität, Schlafstörungen, Konzentrationsproblemen, Magenbeschwerden, Herzrasen und Atemnot.

Ausgelöst wird Stress durch sogenannte Stressoren. Diese sind vielfältig und in unserer modernen Welt nahezu allgegenwärtig. Sie reichen von Lärm, Hitze, Schmerz, Schlaf- und Sauerstoffmangel über jenen Stress, den man sich durch die eigene Erwartungshaltung an sich selbst aufbürdet, bis hin zu sozialen Stressoren. Zu diesen Faktoren zählen etwa gesellschaftliche Zwänge, familiäre oder berufliche Probleme.