Schutz vor Mobbing am Arbeitsplatz

Für eine Million Beschäftigte ist Mobbing am Arbeitsplatz trauriger Alltag*. Wirtschaftliche Verluste in Milliardenhöhe sind die Folge, denn Mobbing fördert schlechte Arbeitsergebnisse und hohe Fehlquoten. Der Psychoterror am Arbeitsplatz bringt viele Menschen um ihre Gesundheit. Ständige Kränkungen machen auf Dauer krank. Fast 90 Prozent der Gemobbten** klagen während oder nach dem Mobbingprozess über psychische und physische Probleme. Sind es anfangs noch stressbedingte Symptome wie z.B. Niedergeschlagenheit, Kopfschmerzen und Schlafstörungen, können in der Folge ernsthafte und chronisch verlaufende Krankheiten wie z.B. schwere Depressionen auftreten. Was aber kann man unternehmen, um sich vor Mobbing am Arbeitsplatz zu schützen?

In einer frühen Phase des Mobbings können Kolleginnen, Kollegen und Vorgesetzte, die sich nicht am Mobbing beteiligen, angesprochen und um Hilfe gebeten werden. Diese sechs Tipps können helfen:

  • Sammeln und Dokumentieren aller Vorgänge
  • überlegen, wo der Ursprung des Konflikts liegt
  • Formulierung einer Konfliktlösung
  • Vertrauenspersonen im Unternehmen einbeziehen
  • direkte Ansprache der Konfliktgegner
  • Unterstützung bei Selbsthilfegruppen suchen

Zu schnell aufgeben oder kündigen ist in den seltensten Fällen die richtige Lösung. Schnell gerät man am nächsten Arbeitsplatz wieder in ähnliche Situationen. Um die Gesprächssituationen in der Konfliktphase durchzuspielen, ist auch die Teilnahme an einem Selbstbewusstseins-Training ein guter Weg, die Probleme am Arbeitsplatz zu lösen.

* Quelle: Der Mobbing-Report, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin.
** Quelle: DAK-Gesundheitsreport 2014.