Burnout

Ein schleichender Prozess

Die Entstehung eines Burnouts ist ein schleichender Prozess: Anfangs merkt man zwar, dass man zu wenig Zeit für sich hat, denkt aber, weiter am Ball bleiben zu müssen. In der Folge lädt man sich immer weitere Arbeit und Verpflichtungen auf. Erfolge bleiben nicht aus, aber Unzufriedenheit mit dem Leben und der Arbeitssituation stellt sich ein. Dann kommt das Gefühl, sich in einem Hamsterrad zu drehen, nur noch funktionieren zu müssen und eigentlich viel zu wenig für den eigenen Einsatz zurückzubekommen.

Psychosomatische Beschwerden stellen sich ein: Man ist chronisch müde, verärgert, erschöpft, die Stimmung schwankt, Angstgefühle entstehen und Schlafstörungen stellen sich ein. Erhöhte Reizbarkeit und Aggression kommen auf, gleichzeitig lässt das Engagement nach. Man fühlt sich ausgeliefert, bekommt „nichts mehr auf die Reihe“, ist innerlich leer, emotional erschöpft, ausgebrannt und stellt die Frage nach dem Sinn der Tätigkeit.

Man zieht sich vom Partner, von Freunden und Kollegen mehr und mehr zurück, gibt Hobbys auf, bekommt Selbstzweifel und körperliche Beschwerden. Nicht selten werden Aufputschmittel genommen, um geistig und körperlich den beruflichen Anforderungen gewachsen zu sein.