Verlustängste in der Partnerschaft

Im Verlauf unseres Lebens haben wir es oft mit Verlusten zu tun – und wir müssen lernen, mit ihnen umzugehen. Denn aus dem Weg gehen können wir Verlusten nicht. Was aber, wenn uns Verlustängste in Panik versetzen, obwohl der Verlust noch gar nicht eingetreten ist?

In einer Beziehung können Verlustängste gerade dann auftreten, wenn die Gefühle zum Partner besonders intensiv sind. Umso eher kommen dann Befürchtungen auf, ihn verlieren zu können. Die kreisenden Gedanken um diese Befürchtungen versetzen in innere Unruhe und Angstgefühle: Genügen wir den Ansprüchen des Partners? Sind wir interessant, attraktiv und liebevoll genug? Mit der sich drehenden Gedankenspirale wird die Verlustangst immer größer.

Oft setzt dann Eifersucht auf vermeintliche Konkurrenz ein. Das Klammern an den Partner beginnt: Man gibt sich dann so, wie man glaubt, dass es von einem erwartet wird. Am Ende eines solchen Prozesses begegnet man dem Partner mit Misstrauen, engt ihn ein und verliert ihn dann tatsächlich.

Wie kann man Verlustängste überwinden?

Verlustängste zu überwinden ist meist ein langer Weg, bei dem häufig auch psychotherapeutische Unterstützung notwendig ist. Am Ende eines solchen Prozesses wird aber ein gestärktes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen stehen, werden sich Misstrauen und Angst in Vertrauen wandeln. Und das ist gut und wichtig, denn Vertrauen ist die Grundlage jeder Partnerschaft.