Der Körper im Alarmzustand

Wenn wir Angst haben, wird unser Körper über eine Reihe physiologischer Vorgänge in Alarmbereitschaft versetzt. Die Muskeln spannen sich an, der Puls und der Blutdruck steigen, das Herz schlägt schneller, der Atem bleibt fast weg, Schweiß bricht aus. Wir sind reaktionsbereit und voll und ganz auf den Angstauslöser fixiert. Diese körperlichen Funktionen können wir mit dem Willen alleine nicht beeinflussen.

Ob eine Gefahr real ist oder nicht, kann unser „Angstzentrum“ nicht unterscheiden: Es hat keine Zeit, muss bei ersten Anzeichen von Gefahr sofort reagieren.

Betrachten wir die Flut an Reizen, die in unserer Gesellschaft heutzutage auf uns „einprasseln“, ist es nicht verwunderlich, dass bei manchen Menschen die komplexen Vorgänge im System der Reizverarbeitung und Weiterleitung aus der Balance geraten.

Diese Überforderung kann körperliche und seelische Symptome auslösen, die zu innerer Unruhe, ständig kreisenden Gedanken und daraus resultierenden Schlafstörungen führen.