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Lasea® Wirkstoff: Lavendelöl

Anwendungsgebiete:
Zur Behandlung von Unruhezuständen bei ängstlicher Verstimmung.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

 

Tinnitus

Was versteht man unter Tinnitus?

Ob Ohrensausen, Rauschen, Fiepsen oder Pfeifen – solche anhaltenden Ohrgeräusche bezeichnet man als Tinnitus. Bundesweit sind ca. 2,7 Millionen Menschen davon betroffen. Jedes Jahr kommen rund eine Viertelmillion Betroffene dazu.*

 

* Website der Deutschen Tinnitus-Liga e.V.

 

Tinnitus ist auf Dauer ungemein belastend, kostet Nerven, Schlaf und mindert irgendwann die gesamte Lebensqualität. Doch wo liegen eigentlich die Auslöser für diese zermürbenden Ohrgeräusche? Pauschal lässt sich dies nur schwer beantworten. Sind die Gründe bei genauem Hinsehen doch ebenso vielfältig wie die individuelle Wahrnehmung der Betroffenen.

Welche verschiedenen Formen von Tinnitus gibt es?

Die Medizin unterscheidet akuten und – ab einer Dauer von ca. drei Monaten – chronischen Tinnitus. Zudem ist oft von objektivem und subjektivem Tinnitus die Rede. Letzterer bezeichnet Ohrgeräusche, die nur der Betroffene selbst hören kann. Die Mehrheit der Tinnitus-Betroffenen leidet unter dieser Art. Objektiv ist der Tinnitus dann, wenn auch der Arzt das Geräusch wahrnehmen kann – z. B. mittels eines Stethoskops, weil etwa ein Herzfehler vorliegt. Kann im Rahmen einer Untersuchung beim Hals-Nasen-Ohren-Arzt keine Ursache identifiziert werden, spricht man von einem idiopathischen Tinnitus. Häufig fällt in diesem Zusammenhang auch der Begriff Morbus Menière. Benannt ist diese Krankheit nach dem französischen Arzt Prosper Menière, der bereits im Jahr 1861 erstmals einen Defekt des Innenohrs beschrieb, der mit diversen Ohrgeräuschen, aber auch Schwindel einherging.

 

Generell sind die Symptome älter und viel länger bekannt, als man vielleicht denkt. Schon historische Persönlichkeiten wie Martin Luther oder Charles Darwin litten offenkundig unter Ohrgeräuschen. Die Beschwerden sind also seit Jahrhunderten dokumentiert, auch wenn man damals noch nicht konkret von Tinnitus sprach.

 

Heute weiß man, dass Tinnitus sehr viele verschiedene Ursachen haben kann – darunter beileibe nicht nur körperliche, sondern auch seelische. Betrachten wir daher zunächst den Ablauf unseres Hörprozesses, um die unterschiedlichen Auslöser besser zu verstehen.

Wie läuft unser Hörprozess eigentlich ab?

Sämtliche Töne, die als Schallwellen übertragen werden, bringen das Trommelfell zum Schwingen. Diese Schwingungen werden in elektrische Impulse übersetzt, welche über den Hörnerv in bestimmte Hirnregionen weitergeleitet werden. Die akustischen Eindrücke werden jedoch nicht einfach ungefiltert weitergegeben, sondern vom Unterbewusstsein vorab entsprechend bewertet: Was als wichtig wahrgenommen wird, wird verstärkt.

 

Dies hilft dem Menschen, z. B. auf Gefahrensituationen richtig reagieren zu können. Andere, unwichtige Geräusche hingegen schaffen es gar nicht erst, bis in das Bewusstsein vorzudringen. Dieser Mechanismus ist ein natürlicher Schutz vor der hohen akustischen Informationsflut, die täglich auf uns einströmt. Das Abwehren unwichtiger Signale beugt einer Überlastung vor. Bei Tinnitus ist genau dieser Prozess der Hör- und Signalverarbeitung beeinträchtigt. Und da dieser insgesamt sehr komplex und sensibel ist, können ihn zahlreiche Faktoren beeinflussen bzw. empfindlich stören.

Welche körperlichen Auslöser für Tinnitus sind bekannt?

Ob Autoverkehr, Fluglärm, Bauarbeiten oder die allgegenwärtige Beschallung  mit Musik und Stimmen – der permanente Geräuschpegel der modernen Industriegesellschaft stellt unsere Hörverarbeitung vor enorme Herausforderungen. Doch dauerhafte Ohrgeräusche können auch die Folge einer bakteriellen bzw. viralen Entzündung, eines Hörsturzes oder eines Knalltraumas sein – d.h., das Innenohr wurde durch ein extrem lautes Geräusch direkt in der Nähe geschädigt.

 

Möglicherweise liegt eine altersbedingte Funktionsbeeinträchtigung des Innenohrs vor. Auch ein Schädel-Hirn-Trauma als Folge eines Unfalls kann dauerhafte Ohrgeräusche nach sich ziehen. Oft sind die Ursachen für Tinnitus jedoch wesentlich alltäglicher – Stichwort Stress.

Wie kann Stress Tinnitus begünstigen?

Manchmal haben wir sprichwörtlich einfach zu viel um die Ohren. Stress und Überlastung können als „Brandbeschleuniger“ fungieren. In bestimmten Hirnregionen kommt es dabei zu einer Verknüpfung der Signale im Hörprozess mit Gefühlen wie Angst oder Verzweiflung, und sie werden entsprechend verstärkt. Überlastung und Stress begünstigen diesen Prozess. In der Großhirnrinde immer wieder abgespeichert, können sich die Scheingeräusche dann im Gehirn festsetzen – sie sind gelernt und haben es geschafft, bis ins Bewusstsein vorzudringen.

Hier lesen Sie mehr darüber, was bei Stress in unserem Körper geschieht.

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Warum sollte man die Ursachen untersuchen lassen?

Da die Auslöser von Tinnitus sowohl körperlich als auch seelisch bedingt sein können – bzw. sich beide Faktoren oft gegenseitig begünstigen – sollten eine gezielte Diagnose und eine fundierte Therapie stets im Ganzen ansetzen. Denn chronische Ohrgeräusche können unter Umständen ernsthafte körperliche oder seelische Erkrankungen hervorrufen. Dies ist absolut nachvollziehbar. Stetiges Rauschen und Pfeifen „bohren“ sich förmlich in unsere Gehörgänge und lassen uns einfach nicht mehr zur Ruhe kommen. Die Folge können Herz-Kreislauf-Krankheiten, Angststörungen oder Depressionen sein.

 

Hier erfahren Sie mehr über Angstgefühle.

 

Suchen Sie daher rechtzeitig den Rat eines Arztes. Er wird Sie eingehend untersuchen und den Ursachen Ihrer Beschwerden näher auf den Grund gehen.

Wie verläuft die Diagnose von Tinnitus?

Generell differenzieren Mediziner vier Stufen des Tinnitus‘ – je nach Schweregrad bzw. wie sehr die Symptome das Leben der Betroffenen beeinflussen. Bedingen die Beschwerden noch keinen massiven Leidensdruck, da sie nur temporär auftreten, spricht man gemeinhin von kompensiertem Tinnitus. Haben die Ohrgeräusche jedoch ein Ausmaß erreicht, das der Betroffene nicht mehr tolerieren kann, da es seinen kompletten Lebensalltag extrem einschränkt, wird dies als dekompensierter Tinnitus bezeichnet. An welchem Punkt der Betroffene genau steht, ist natürlich auch eine Frage seines persönlichen Empfindens sowie der individuellen Wahrnehmung. Umso wichtiger ist eine fachkundige Untersuchung.

Wie lässt sich Tinnitus behandeln?

Zunächst ist es ratsam, eventuelle körperliche Auslöser zu identifizieren. Liegt eine Krankheit im Nasen-Rachen-Raum vor? Leidet der Patient möglicherweise an Arterienverhärtungen oder einer Veränderung der Gefäßwände? Vor allem dies beeinträchtigt den Blutfluss und kann zu Ohrgeräuschen führen. In diesem Fall können entsprechende Medikamente den Blutkreislauf wieder normalisieren und den Tinnitus lindern.

 

Auch andere physische Ursachen lassen sich gezielt behandeln – etwa eine akute Mittelohrentzündung oder ein Hörsturz. Haben die Ohrgeräusche ihren Grund in einer Funktionsstörung des Innenohrs oder einer altersbedingt nachlassenden Hörleistung, kann die Anpassung eines Hörgeräts helfen.

 

Etwas komplexer ist natürlich die Behandlung von seelisch bedingtem Tinnitus. Schließlich sind seine häufigsten Auslöser wie Anspannung oder Alltagsstress sehr unterschiedlich und treffen Menschen je nach Charakter und individueller Lebenssituation.

 

Doch es gibt zahlreiche Möglichkeiten, dem alltäglichen Druck entgegenzuwirken. Vielen Patienten hilft eine bewusste Veränderung des eigenen Lebensrhythmus’, um dem „Brandbeschleuniger“ Stress entgegenzuwirken. Wer auf regelmäßige, körperliche Bewegung und eine ausgewogene Ernährungsweise achtet, bietet Körper und Seele eine wertvolle Entlastung. So findet man zurück zu Ruhe und Gelassenheit, was in der Folge auch den Tinnitus deutlich mildern kann.

 

Viele Patienten berichten auch über sehr gute Erfahrungen mit etablierten Entspannungstechniken – etwa Progressiver Muskelentspannung nach Jacobson, Meditation oder Autogenem Training.

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Tinnitus bewältigen – auch eine Frage der Perspektive

Eine weitere, bekannte Behandlungsmethode ist die sogenannte Tinnitus-Retraining-Therapie (TRT). Sie setzt darauf, die Wahrnehmung der Ohrgeräusche Schritt für Schritt aus dem Bewusstsein zu verdrängen. So banal es vielleicht klingen mag, aber man kann sein Gehirn auf diese Weise in der Tat bis zu einem gewissen Maße überlisten. Denn eines ist unbestritten: Je mehr wir uns auf die Geräusche konzentrieren, desto belastender werden sie. Gelingt es uns jedoch, sie ein Stück weit zu akzeptieren, empfinden wir sie oft als nicht mehr so gravierend störend.

 

Erstaunlich aber wahr – mit einer Veränderung der persönlichen Einstellung lässt sich Tinnitus durchaus lindern. Dies gilt auch für unseren Alltag. Wenn wir dem allgegenwärtigen Stress mit einer Portion Gelassenheit begegnen, können wir ihn ebenso wie seine Begleiterscheinungen besser bewältigen.

 

So können Sie Stress abbauen.

Welche Unterstützung gibt es für Sie noch?

Die Lebenssituation der Menschen, die sich Gedanken und Sorgen über ihren Tinnitus machen, kann von diesen als sehr belastend empfunden werden. Innere Unruhe, Angstgefühle und daraus resultierende Schlafstörungen sind häufige Folgen. Lasea®, ein pflanzliches Präparat, hilft mit einem speziellen Arzneilavendelöl wirksam und verträglich, die Seele wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

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